Buchenholz wird als Mittel- bis Hartholz bezeichnet und klassifiziert, was eine gute Wahl für die Möbelproduktion ist. Während z.B. die harzigen Hölzer einen ausgeprägteren Geruch haben können, ist die Buche beinahe völlig geruchlos und somit ein großartiges und ideales Naturmaterial auch für Allergiker, die empfindlich auf Gerüche reagieren.
Die Möbel aus Buche sind langlebig und daher gut geeignet für massive Möbel in allen Wohnbereichen wie Schlafzimmer, Kinderzimmer, Esszimmer, wo gelegentlich eine Härte und gewisser Widerstand z.B. gegen Stöße bei täglicher Nutzung, erforderlich ist.
Das Holz der Buche kann in Wasser eingeweicht werden, um sie zu erweichen und dann zu komplizierteren Mustern zu formen. Im Außenbereich oder in Bädern, Wäschereien und feuchten Kellern neigt es jedoch dazu, Wasser aufzunehmen und anzuschwellen. Wenn das Holz wieder trocknet, nimmt es ab. All dies kann zum Beispiel Bewegungen und Lockerung der verbindungen verursachen. Es ist daher besser, Möbel asu Buche in den trockenen Bereichen Ihres Hauses auzustellen wie Essbereich, Büro, Schlafzimmer und Wohnbereich.

In der Möbelindustrie bezeichnet man als Kernbuche das Holz der Buche, wenn es dunklere, kernholzähnliche, wolkige Stellen mit Verfärbungen aufweist. In der Möbelindustrie ist oft auch das Synonym Wildbuche anzutreffen.
Es handelt sich dabei allerdings nicht um Kernholz im eigentlichen Sinn wie es bei echten Kernholzbäumen wie zum Beispiel Eichen auftritt, sondern um sogenannten Falschkern (Buchenrotkern).
Gewöhnliches Buchenholz bezeichnet der Tischler als Rotbuche, da es einen etwas rötlicheren Ton hat als das Holz der Hainbuche, welches dementsprechend Weißbuche genannt wird. Als Falschkern wird eine mögliche Farbkernbildung im inneren Stammbereich von älteren Buchen (Buchenrotkern) bezeichnet. Bei Buchen entsteht der Rotkern durch Wasserentzug bei physiologisch inaktiven Holzschichten. Dadurch füllen sich die Gefäße mit Luft, wobei dann die Farbänderung durch Oxidationsvorgänge entsteht.
Wo liegen die Unterschiede zwischen diesen Holzarten? Ist Buch besser als Kernbuche oder anders herum? Das sind nur wenige Fragen, die wir oft von unseren Kunden gestellt bekommen. Hier also eine kleine und schnelle Erklärung der Begriffe. Die Bezeichnung BUCHE hat sich im Laufe der Zeit umgangssprachlich und stellvertretend für Rotbuche und die Bezeichnung KERNBUCHE für Rotkernbuche einfach durchgesetzt. Oft werden Sie unter anderem auch mit den Namen wie WILDBUCHE, CHARAKTERBUCHE konfrontiert. Nun, hierbei handelt es sich um reine Kunstwörter für die Kernbuche, die sich ebenfalls in dem Sprachgebrauch etabliert haben. Die Rotkernbuche hat sich in den letzten Jahr im Möbelbau sehr etabliert und ist eins der beliebtesten Hölzern.
Beim Trocknen bedarf die Buche besondere Vorgehensweise und Erfahrung, weil sie sehr gut und vor allem schnell trocknet, aber auch gleichzeitig deutliche Formveränderungen aufweisen kann.
Buchenholz hat mittlere Biegefestigkeit, Schlagzähigkeit, hohe Druckfestigkeit und außergewöhnlich gute Eigenschaften, sie in verschiede Formen zu bringen und biegen. Buchenholz kann sehr gut maschinell und auch manuell verarbeitet werden. Sie kann weiterhin sehr gut zu großflächigen massiven Holzplatten verleimt werden und die Obefläche läßt keine Wuch bei der Behandlung offen.
Besonders auf großen Möbeln aus Massivholz, wie etwa Betten, Tische aus Kernbuche kommt die Struktur von Astlöchern und wilden Verfärbungen sehr gut zur Geltung und verleiht dem Raum ein warmes Ambiente.
Die Buche ist aufgrund Ihrer Eigenschaften und dem Erscheinugnsbild einzigartig und vielseitig. Ihre Eigenschaften können im Vergleich zu anderen verfügbaren Hölzern als sehr hoch eingestuft werden. Da die Möbel und Betten aus Buche bzw. Kernbuche viele Jahre genutzt werden können und ihre Austrahlung nie an Intensität verliert, lohnt es sich, in Möbel aus Buche zu investieren.
Kernbuche ist das Kernholz der Rotbuche, und wird so bezeichnet, wenn der Kern besonders farblich durch lebendigere Maserung auffällt. Durch natürliche Wuchs- und Oxidationsprozesse bilden sich im Holz rotbraune Einschlüsse. Durch die Einschlüsse entstehen die wunderschönen, lebendigen Maserungen. Da das Kernholz der Rotbuche nicht immer farblich vom Restholz abweicht, ist eine neuere Theorie dazu, dass die besonders starke Maserung von Abwehrmaßnahmen des Baumes gegen Pilze und Viren herrührt. Wir schätzen Kernbuche wegen der schönen Färbungen und Maserungen, die jedem Möbelstück und Massivholzbett seinen einmaligen Charakter verleihen.
Kaum zu glauben, doch noch vor wenigen Jahrzehnten wurde tatsächlich das Holz der Rotkernbuche wegen seiner Maserung und Uneinheitlichkeit kaum für Möbelbau eingesetzt und geschätzt. Das Holz galt zeitweise als minderwertig und wurde eher als etwas für den Kamin eingestuft. In der heutigen Zeit ist die Rotkernbuche für den Bau von natürlichen und exklusiven Möbel eine sehr gute Wahl, äußerst beliebt und kaum wegzudenken. Das Umdenken und auch die Tatsache, dass sich naturbelassene und unbehandelte Massivholzmöbel bzw. Holzprodukte immer mehr durchsetzen, haben dazu beigetragen, das Holz der Kernbuche mehr zu schätzen.
Holz als solches ist seither eines der beliebtesten Möbelmaterialien. Das Massivholz kann in all seinen Qualitäten durch nichts voll und ganz ersetzt werden. Massive Betten sind stilvoll, elegant, gesundheitsbewusst, solide und zeitlos. Betten und Möbel aus dem Naturholz können Sie in verschiedenen Designs wählen, und während viele glauben, dass Massivholzmöbel gleich „rustikale Möbel“ bedeutet, ist das Gegenteil der Fall.


Viele der bekannten Baumarten wie z.B. Buche, Eiche können bei guten Bedingungen und bei gesundem Wachstum mehrere hundert Jahre alt werden. Somit können Bäume ein höheres Alter erreichen als alle anderen Lebewesen auf unserer Erde. Natürlich können Umwelteinflüsse, Stürme und Krankheiten das Leben eines Baumes gefährden und beeinflussen. Wenn ein Baum gefällt wird, kann man an der Baumscheibe die Jahresringe entdecken, die den Fachleuten eine Auskunft über das Leben und das Alter des Baumes verraten.
Ein Baumstamm besteht zuerst grundsätzlich aus der Rinde, dem Splintholz und dem Kernholz.
RINDE - die Rinde umgibt und schützt den Stamm vor dem Austrocknen, vor Krankheiten und Schädlichen.
KERNHOLZ - im Inneren des Baumstammes befindet sich das alte und abgestorbene Kernholz. Dieser Teil des Stammes ist sehr hart und fest.
SPLINTHOLZ - manche Holzarten haben nur einen schmalen, andere einen breiteren Splintholzanteil. Durch die Gefäße im Splintholz werden das Wasser und die Mineralstoffe von den Wurzeln des Baumes zu den Ästen und Blättern transportiert.
Bei vielen Baumarten beginnt mit zunehmendem Alter eine Umwandlung des Splintholzes in Kernholz. Das ältere, innenliegende Teil des Splintholzes - die Jahresringe - stellen die Transportfuktion der Mineralstoffe und des Wassers ein. Die Holzzellen werden danach mit verschiedenen Ablagerungsstoffen wie Harz, Wachs, Fett, Gerb- und Farbstoff, aufgefüllt. Durch diesen Vorgang wird das Holz dauerhafter, schwerer und härter.
Erscheint bei dieser Umwandlung (Verkernung) zusätzlich auch eine Verfärbung der inneren Holzschichten ein, bezeichnet man dieses Holz als Kernholz des Stammes.
Verfärbt sich das Holz jedoch gegenüber dem Splintholz nur sehr wenig oder gar nicht, bezeichnet man dieses Holz als Reifholz.